Achtsamer leben: Was Achtsamkeit bedeutet und wie du jetzt achtsamer leben kannst

Achtsamer leben: Was Achtsamkeit bedeutet und wie du jetzt achtsamer leben kannst

„Achtsamkeit“ ist ein Wort, das ich gerne verwende, um zu beschreiben, wozu ich mit meinem Schreiben ~ in meinen Büchern, Newslettern, Schreibritualen und mehr ~ inspirieren möchte. Daher finde ich es wichtig, dass ich dir erkläre, was es für mich überhaupt bedeutet, achtsamer zu leben.

Gerade als feinfühlige Menschen tendieren wir schnell dazu, fixen Ideen und Ratschlägen von anderen zu folgen, wie Achtsamkeit auszusehen hat. Auf diese Weise vergessen wir unsere eigene (innere) Wahrnehmung. Genau auf diese kommt es aber an, wenn du achtsamer leben möchtest, denn authentische, echte Achtsamkeit beginnt nur bei Dir und im Hier und Jetzt.

Ich habe dir in diesem Beitrag ein paar Wegweiser zusammengestellt, die beschreiben, was ich meine, wenn ich von „achtsamer leben“ schreibe.

Achtsamkeit ist eine Haltung, die wir einnehmen können.

achtsamer leben ist eine Forschungsreise in Dir, die nie ganz abgeschlossen ist

In der Essenz bedeutet Achtsamkeit, dass du eine aufmerksame Haltung einnimmst und ganz in den gegenwärtigen Moment kommst. Du bringst sowohl den äußeren Gegebenheiten als auch deinem inneren Erleben eine wachsame Aufmerksamkeit entgegen. Dieses achtsame Gewahrsein setzt auch eine gewisse Neutralität in deiner Beobachtung voraus.

Alles darf jetzt da sein, wie es ist, und wird nicht gleich gedanklich verurteilt oder bewertet. Um achtsamer zu leben, tauchst du ein in diesen Moment, wirst ganz präsent mit dir selbst und dem, was ist ~ auf akzeptierende, liebevolle Weise.

Natürlich können uns Ratschläge, Strategien und Konzepte inspirieren, uns Impulse geben, was wir für unser Leben umsetzen könnten, um achtsamer zu leben. Doch bleibt dein Weg zu einem achtsamen Leben immer eine Reise, ein Prozess, den du mehr und mehr vertiefen kannst. Jeden Tag, jeden Moment darfst du üben, ein Stück achtsamer zu werden.

Wenn du achtsamer leben möchtest, begibst du dich auf eine nie abgeschlossene Reise zurück zu dir selbst. Du erkennst, dass du dich wie alles Lebendige stets im Wandel befindest.

Persönliche Inspirationen für achtsames Sein bekommst du übrigens in meiner wöchentlichen mindful mail .

Achtsamkeit passiert nur hier und jetzt.

Nur im Hier & Jetzt ist achtsames Leben möglich, genau unter deinen Füßen, wo du jetzt gerade stehst. Du brauchst nicht erst weniger Chaos in deinem Leben, musst erst in eine verlassene Hütte in die Natur ziehen und du brauchst auch nicht erst das richtige, optimistische Umfeld oder einen neuen Job, der besser zu dir passt. Genau in diesem Moment, den du jetzt gerade erlebst, beginnst du damit, achtsamer zu leben.

Um jetzt achtsamer zu leben, kannst du zum Beispiel:

  • deine Füße auf der Erde spüren.
  • deinem Atemfluss in und aus dem Körper folgen.
  • bewusst essen, indem du jedes Kauen spürst und nichts anderes nebenher tust.
  • dem Wind, den Vögeln oder anderen Geräuschen lauschen, die dich umgeben.
  • das, was du tust, bewusst und langsam tun und Multitasking stoppen.
  • in dich hineinspüren, wie es dir jetzt gerade geht, was du fühlst und was du brauchst.

Achtsamkeit braucht Ruhe.

Um achtsamer zu leben, darfst du dir Inseln der Ruhe schaffen, indem du dir zum Beispiel bewusste, erdende Auszeiten nimmst. In der Hektik des Alltags und umgeben von anderen Personen und Einflüssen fallen wir schnell in unseren „unachtsamen“ Zustand zurück. Zum Beispiel werden emotionale Trigger gesetzt, die uns zu automatischen Reaktionen bringen, wir rennen mit vollen To-do Listen der Zeit hinterher oder wir verlieren uns im emotionalen Drama eines Konflikts.

Erlaube es dir, dich zwischendurch auf die Stille hinter all dem (mentalen) Lärm zu fokussieren und schaffe dir regelmäßig achtsame Auszeiten.

Bewusste Rituale können dir dabei helfen, dir diese Auszeiten zu nehmen. Wie du diese genau gestaltest und in welcher Länge und Häufigkeit dir dies möglich ist, hängt natürlich von dir ab ~ hier gibt es, wie generell in der achtsamen Haltung, kein Richtig und kein Falsch. Schau einfach, wie du dir jetzt in deiner gegenwärtigen Lebenssituation mehr achtsame Auszeiten erschaffen kannst.

Achtsamkeit schafft Raum, um einfach zu sein.

Achtsamkeit bedeutet, bewusst innezuhalten und liebevoll wahrzunehmen

Dies schließt an den vorherigen Punkt an: Wenn wir uns eine achtsame Auszeit gönnen, halten wir inne. Wir erlauben es uns, einen Moment nur hier zu sein, nichts Neues aufzunehmen, nicht weiter aktiv zu sein oder reagieren zu müssen. Stattdessen lassen wir für einen kürzeren oder längeren Moment los von allem, lassen nachwirken und „verdauen“ die gegenwärtigen Geschehnisse.

Dadurch steigen wir aus unbewussten und dadurch unachtsamen Automatismen aus, kommen ganz bei uns an und schöpfen neue Kraft. Wir geben uns Ruhe, um einfach nur zu sein mit allem, was ist. Dabei kann uns zum Beispiel Meditation und auch das achtsame Schreiben helfen.

Achtsamkeit ist Hingabe an das, was jetzt gerade ist.

Wenn du achtsamer leben möchtest, darfst du lernen, dich zu öffnen für das, was ist. Das heißt zum einen, dass du das, was im Außen gerade passiert, möglichst neutral und bewusst beobachtest. Du nimmst achtsam wahr, ohne gleich reagieren zu müssen. Besonders schwer fällt es vielen Menschen, dieselbe liebevolle Achtsamkeit auch ihrer Innenwelt entgegenzubringen. Dich hier und jetzt mit dir zu verbinden und den Gedanken und Gefühlen in dir liebevollen Raum zu geben, kann viel Mut erfordern.

Achtsamkeit ist daher auch ein Akt der Selbstliebe. Nur in achtsamer Verbundenheit mit dir beginnst du, deine innere Wahrheit auszusprechen, für dich, deine Bedürfnisse, Wünsche und auch Grenzen einzustehen. Dies tust du auf friedliche Weise, mit offenem Herzen und in vollem Bewusstsein, dass dies Deine Wahrnehmung ist, die nicht mit der eines anderen übereinstimmen muss.

Im achtsamen Gewahrsein von dem, was ist, gibt es kein Richtig und kein Falsch mehr. Alles darf sein, wie es ist.

Wünschst du dir, achtsamer zu leben? Meine Schreibrituale geben dir einen Raum, in dem du dich durch Meditation und achtsames Schreiben bewusst mit dir verbindest und im Jetzt verankerst.

Hast du Tipps, wie du persönlich mehr Achtsamkeit in dein Leben bringst? Teile sie gerne mit uns in den Kommentaren.

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