Die (inneren) Jahreszeiten: Verbinde dich mit deiner zyklischen Natur (Teil I)

Die (inneren) Jahreszeiten: Verbinde dich mit deiner zyklischen Natur (Teil I)

Geht es dir wie mir und du wünschst dir ebenso, dich selbst besser kennenzulernen und zu verstehen?

Möchtest du dich ganz authentisch in diesem Leben entfalten und deinen eigenen Weg gehen? Dich führen lassen von deinem intuitiven Gefühl und getragen vom tiefen Vertrauen ins Leben?

Ich gehe diesen Weg schon seit einigen Jahren und habe mich in den letzten zwei davon (nach Absetzen der Pille) näher mit meinen inneren Jahreszeiten beschäftigt. Wenn ich von den „inneren Jahreszeiten“ spreche, meine ich den weiblichen Zyklus, der häufig in den vier Jahreszeiten beschrieben wird. Dazu gesellten sich meine Entdeckungen zu den vier Naturelementen Erde, Wasser, Feuer und Luft. Beides habe ich in diesem Artikel über Winter und Frühling (sowie in Teil II zum Sommer und Herbst) zusammengesetzt. Du kannst diese Beobachtungen zu unserem inneren (monatlichen) Zyklus auch auf den größeren Jahreszyklus, das heißt auf die äußeren Jahreszeiten übertragen. Alles greift ineinander, denn alles ist mit allem verbunden.

Doch ist es mir wichtig, hier gleich zu Anfang zu schreiben, dass ich in diesem Artikel keinen Anspruch auf Vollständigkeit lege und dass es mir nicht darum geht, hier faktisches Wissen zusammenzutragen. Dafür gibt es andere Experten und Wissenschaftler, die dies für uns tun.

Zyklisch leben mit den inneren Jahreszeiten_Franziska Hülshoff

Mir geht es hier um ein mögliches Erleben der verschiedenen inneren (und äußeren) Zyklusphasen und ihrer besonderen Qualitäten, die jeweils eines der vier Elemente besonders symbolisieren.

Dieser Artikel möchte dich einladen, dich ebenfalls in dir auf Forschungsreise zu begeben, dir deiner zyklischen Natur bewusster zu werden. Horche achtsam in dich hinein, um dich mit dir selbst zu verbinden und deiner wahren Natur näherzukommen. Alle Impulse, die ich hier beschreibe, sind als Anregungen zu verstehen und nichts, was du jetzt genauso umsetzen oder erleben musst.

Lass dich inspirieren, schau, was du bei dir wahrnehmen kannst ~ und was du in deinem Lebensalltag umsetzen möchtest.

Der innerer Winter: Erde dich in Dir

Die inneren Jahreszeiten: im Winter ziehst du dich zurück und erdest dich in dir

Der weibliche Zyklus beginnt (wie der Jahreszyklus) im Winter: mit der Blutung. In dieser Zeit brauchen wir vor allem Ruhe und Entspannung. Wir dürfen in die Stille gehen und ganz mit uns sein, um neue Kraft zu schöpfen. To-do Listen dürfen in diesen Tagen liegenbleiben oder sind am besten (in weiser Voraussicht) gar nicht erst geschrieben worden.

Ähnlich wie in der äußeren Jahreszeit des Winters geht es darum, bei Dir anzukommen, zu verarbeiten, was gewesen ist im letzten Zyklus. Und auch darum, erste Impulse zu empfangen, was der nächste Zyklus bringt, was durch dich verwirklicht werden und im Fokus stehen möchte.

Gerade wegen dieser Ruhephase, der Zeit der Stille und des Auftankens, fühlt sich diese innere Jahreszeit für mich sehr stark verbunden an mit dem Naturelement Erde. Wir erden uns in uns selbst, ziehen uns eine Weile zurück vom üblichen Alltag und Verpflichtungen, um ganz mit uns selbst zu sein. Dies schenkt uns Stabilität, zentriert uns in unserer Mitte, aus der heraus wir Neues empfangen dürfen. Wenn wir ganz aufmerksam sind, erhalten wir gerade gegen Ende des inneren Winters erste neue Inspirationen und Impulse für die kommende Zeit der Aktivität, die mit dem inneren Frühling beginnt. Diese Impulse kommen aus uns selbst heraus, sofern wir uns diese Stille im inneren Winter erschaffen, indem wir uns zurückziehen.

Herausforderung: Sich ganz zurückzuziehen vom üblichen Trubel und dir Zeit für dich zu nehmen, kann in dieser Phase schwer sein. Es bedeutet nämlich, dass du deine Grenzen offener kommunizierst und vielleicht auch früher setzen darfst, eher mal Nein sagst als sonst. Das kann dein Umfeld verunsichern und auch dir selbst vielleicht ein schlechtes Gewissen machen. Doch kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es leichter wird, je mehr du es übst.

Es tut unendlich gut, für dich so offen einzustehen und dich liebevoll um dich zu kümmern! Und auch deine Lieben werden es mit der Zeit verstehen und respektieren.

Der innere Frühling: Lass dich tragen von der Luft des Wandels

Innere Jahreszeiten: lass dich im Frühling von der Luft des Wandels tragen

Nach dem Ende der Blutung folgen die aufregenden Tage des inneren Frühlings. Die aufkeimende Energie und Lebenskraft ist deutlich spürbar, ähnlich wie in den äußeren Jahreszeiten. Was wir an neuen Impulsen im Winter empfangen haben, möchten wir nun unbedingt umsetzen, am besten so schnell wie möglich. Dazu kommen noch allerlei Impulse, die nun zusätzlich an uns herangetragen werden.

Im (inneren) Frühling darf uns vor allem eine Leichtigkeit begleiten, ein spielerisches Ausprobieren der verschiedenen Inspirationen.

Diese frischen Inspirationen und Energien des Tatendrangs erinnern mich vor allem an das Naturelement Luft. Es lüftet alte, starre Strukturen durch, macht uns leicht und frei, verschiedenen Impulsen zu folgen. Der frische Wind im (inneren) Frühling bringt Wandel mit sich. Wir lassen die Stille, die Ruhezeit hinter uns und werden nun in die Lüfte getragen. Doch trägt der Wind auch neue Impulse aus allen Richtungen an uns heran, beflügelt uns mit neuen Ideen und mögliche Abzweigungen für unseren Lebensweg.

Herausforderung: Natürlich darfst du den frischen Wind der Inspiration genießen, dich von ihm tragen lassen. Doch genauso darfst du dich immer wieder daran erinnern, trotzdem bei dir zu bleiben und dich nicht zu überfordern mit zu viel Aktion und dem Druck, alles schnell fertig bekommen zu wollen. Mir hilft es da vor allem, mich zu erden, zum Beispiel durch achtsames Schreiben. Ich besinne mich bewusst auf die Impulse, die ich im Winter empfangen habe, und stelle sie in den Fokus. Diese dienen mir als Leitfaden, damit ich nicht jeder neuen Idee blindlings folge. Zudem hilft dieses Erden auch dabei, im Vertrauen zu bleiben und dem Prozess geduldig seine Zeit zu geben.

Der frische Wind des Frühlings kann schnell mal in Leistungsdruck, Perfektion und „schnell schaffen wollen“ umschlagen.

In Teil II folgen die inneren Jahreszeiten Sommer und Herbst.

Hast du dich bereits näher mit den (inneren) Jahreszeiten beschäftigt? Teile deine Beobachtungen und Gedanken gerne in den Kommentaren!

4 Gedanken zu „Die (inneren) Jahreszeiten: Verbinde dich mit deiner zyklischen Natur (Teil I)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent mit Real Cookie Banner