Zyklisch leben: Wie du im Einklang mit deinen inneren Zyklen lebst

Zyklisch leben: Wie du im Einklang mit deinen inneren Zyklen lebst

Das Thema „zyklisch leben“ trat ganz automatisch in mein Leben, als ich anfing, mich regelmäßig durch achtsames Schreiben mit mir selbst zu verbinden. Denn wenn wir uns achtsam für uns selbst Zeit nehmen, werden wir mit unseren eigentlichen Zyklen, unseren Rhythmen in Kontakt gebracht und konfrontiert.

Ich schreibe hier absichtlich „konfrontiert“, denn sehr oft leben wir fast gegensätzlich zu unserem tatsächlichen Rhythmus:

  • Wir bemerken es nicht, dass unser Körper eigentlich müde ist und Ruhe braucht, weil wir noch ein paar To-dos für heute abhaken möchten.
  • Wir ruhen uns nicht aus, weil wir Kopfschmerzen haben, sondern nehmen lieber eine Tablette, um den Schmerz zu unterdrücken und weiterzumachen.
  • Wir rennen anderen zur Hilfe, weil wir nicht als egoistisch dastehen wollen, auch wenn wir eigentlich selbst mit unseren Kräften am Ende sind.
  • Wir treffen uns mit Freunden, weil wir nichts verpassen oder ausgeschlossen werden wollen, obwohl wir eigentlich dringend Zeit für uns allein brauchen.

Diese Liste könnte ich noch lange weiterführen, doch du verstehst sicher, was ich meine, wenn ich davon spreche, dass wir entgegen unseren inneren Zyklen leben. Es bedeutet, dass wir die tatsächliche Befindlichkeit unseres Körpers, unseres Geistes und unserer Seele übergehen, um gewissen Erwartungen gerecht zu werden ~ und seien es nur unseren eigenen. Dein konditionierter Verstand, der gerne mal mit kritischer Stimme zu dir spricht, ist dann stärker als alles andere in dir und treibt dich zum Weitermachen an. Genau das Gegenteil dürfen wir aber tun, um zyklisch zu leben.

Wenn wir anfangen, innezuhalten und unserer Innenwelt zuzuhören, leben wir automatisch im Einklang mit unseren Zyklen.

Wenn du zyklisch leben möchtest, darfst du damit beginnen, dir selbst auf allen Ebenen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, indem du innehältst und achtsam mit dir wirst. Ich möchte dir hier keine Regeln aufstellen, wie du „in Wahrheit“ funktionierst und was deine „echten“ Zyklen sind, denn diese sind von Wesen zu Wesen unterschiedlich. Das Entscheidende ist, dass du dich regelmäßig und aufmerksam mit Dir verbindest und auf Forschungsreise gehst.

  • Wie fühle ich mich jetzt gerade?
  • Welche Gedanken habe ich? Welche Gefühle lösen sie aus? Möchte ich dies glauben beziehungsweise darauf reagieren?
  • Was spüre ich in meinem Körper? Wie ist meine Atmung?

So verankerst du dich immer wieder in dir und in deinem jetzigen Zustand, machst ihn dir bewusster ~ und folgst nicht mehr ausschließlich deinen Stimmen im Kopf, die leider sehr oft sehr hart und lieblos mit uns umspringen. Und ja, diese Stimmen sind lieblos und destruktiv, wenn sie uns entgegen unseren derzeitigen Bedürfnissen und unserer Befindlichkeit handeln lassen, uns über unsere Grenzen hinauszwingen und uns insgesamt Stress machen.

Zyklisch leben bedeutet, dass du deine innere Natur lebst ~ und so auch der Natur wieder näherkommst.

zyklisch leben: Die Mondin kann uns inspirieren, unsere eigenen Zyklen kennenzulernen.

Durch deine achtsame Innenschau kommst du deiner eigenen Natur Stück für Stück näher und gibst ihr Raum in deinem Leben. Du lernst zum Beispiel, wann du produktiver bist, wann du Pause brauchst, was dir Kraft zieht und was dir Kraft schenkt, wofür dein Herz schlägt, was dir wirklich wichtig ist und vieles mehr. Genau diese natürlichen Zyklen in dir liebevoll anzunehmen ~ das ist es, worum es beim zyklischen Leben geht.

Doch bedarf es Übung, deine eigene innere Natur zu erforschen und voll und ganz zu akzeptieren. Denn gelernt haben wir das definitiv nicht. Gelernt haben wir, nach bestimmten Strukturen zu funktionieren, Leistungen zu erbringen, vorbildlich und erfolgreich zu sein. Doch entfernt uns dieses (unnatürliche) Funktionieren zum einen von uns selbst, unserer inneren Natur, und zum anderen auch von anderen Lebewesen sowie auch der Natur.

Fangen wir nun an, unsere eigenen inneren Rhythmen wieder ernst zu nehmen und sie in unser Leben zu integrieren, stellen wir fest, dass unsere Zyklen mit denen der Natur um uns herum vergleichbar sind. So kann es helfen, sich mit den (inneren) Jahreszeiten oder auch den Mondphasen zu beschäftigen und diese als Inspiration zu nehmen, um die eigenen Zyklen bewusster zu erleben. Doch darfst du hier das wählen, was sich am ehesten für dich stimmig anfühlt: Du allein bist der Kompass und du erfährst deine zyklische Natur nur in dir selbst. Das heißt, dass du letzten Endes kein Schema und keine Struktur brauchst, in die du dich einordnest, sondern lernen darfst, auf dein inneres Gefühl zu vertrauen.

Zyklisch leben: 5 Auswirkungen auf mein Leben

  1. Ich fühle mich besser. Da ich nicht mehr unbewusst über meine körperlichen und vor allem emotionalen Grenzen hinausgehe, senke ich mein Stresslevel und fühle mich angekommener. Denn dadurch, dass ich meine inneren Zyklen achtsam lebe, bin ich angekommen in Mir, im gegenwärtigen Moment und in allem, was ist.
  2. Ich gehe liebevoller mit mir um. Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse und alle Befindlichkeiten in mir haben meine Aufmerksamkeit, werden nicht mehr einfach nur unterdrückt oder als „unwichtig“ oder “falsch“ verurteilt. Alles in mir darf sein und das fühlt sich einfach gut an. So wird auch die kritische Stimme in mir immer mehr abgelöst von einer liebevolleren Stimme, die mir gut zu spricht, mich in jeder Lebenslage an die Hand nimmt und begleitet.
  3. Ich gehe liebevoller mit anderen um. Nur wenn wir mit uns selbst achtsam und liebevoll umgehen können und unsere innere Natur annehmen, können wir das auch mit anderen tun. Wir erwarten nicht mehr ungeduldig, dass sie auf bestimmte Art und Weise funktionieren, sondern gestehen auch ihnen zu, dass sie ihre inneren Zyklen leben.
  4. Ich lebe das, wofür ich wirklich hier bin. Da ich mich meiner Innenwelt auf allen Ebenen öffne, bin ich nicht mehr einzig und allein gesteuert von meinem (konditionierten) Verstand. So komme ich auch meiner intuitiven Leitung, meiner Seele wieder näher.
  5. Ich lebe wirklich im Moment. Wenn wir unsere inneren Zyklen ignorieren, laufen wir weiter und weiter einer gedanklichen Idee, Zielen und Zukunftsszenarien hinterher, die uns den gegenwärtigen Moment vergessen lassen. Letzten Endes ist er aber das Einzige, was wirklich existiert und zählt.

Wünschst du dir, zyklischer zu leben? Teile deine bisherigen Erfahrungen und Fragen gerne in den Kommentaren.

4 Gedanken zu „Zyklisch leben: Wie du im Einklang mit deinen inneren Zyklen lebst

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